Über Kaviar

Woher der Name Kaviar stammt, ist bis heute nicht ganz geklärt. Die Bezeichnung «Cav-Jar» (Kuchen der Freude) weist auf einen iranischen Volksstamm hin, der am kaspischen Meer lebte und den Rogen des Störs schon früh auf den Tisch brachte. Weitere Vermutungen zur Herkunft dieses Begriffes sind zum Beispiel, dass das Wort Kaviar (persisch: Khaviar) vom persischen «Khag-viar» herrührt – eine im mittelpersischen Sprachraum verwendete Bezeichnung für «schwarzes kleines Fisch-Ei».

Alles begann am kaspischen Meer, welches auch heute noch eine der Hauptquellen für den russischen Kaviar ist. Aber es dauerte nicht lange bis auch die Seefahrervölker der Phönizier und Ägypter den Kuchen der Freude schätzen lernten. Die Kunde von den leckeren schwarzen Perlen verbreitete sich schnell rund um das Mittelmeer.

Im Laufe der Jahrzehnte etablierte sich das «schwarze Gold», wegen seines individuellen Vorkommens und der geringen Verbreitung, zu einem kulinarischen Höhepunkt an verschiedenen Fürstenhöfen.

Mit den damaligen zur Verfügung stehenden Verkehrsmitteln (hauptsächlich Pferdekutschen), war es besonders schwer, den Kaviar unbeschadet zu transportieren. Der Preis für die Delikatesse schoss dementsprechend schnell in die Höhe. Der russische Zar war vom «neuen» Lebensmittel begeistert, aber auch deutsche und italienische Fürstenhöfe schätzten den einzigartigen Geschmack des teuren Fischproduktes sehr.

Auch die britische Königsfamilie hegt eine lange Sympathie mit dem Stör. Bereits 1324 wurde von König Edward II eine Verordnung erlassen, dass alle innerhalb der Küsten des Königreichs gefundenen Störe,  Eigentum des Monarchen sind.

Das «schwarze Gold» haben wir nur einer Fischart zu verdanken - dem Stör.

 

Die häufigsten Arten sind der Sterlet (Acipenser ruthenus) als die kleinste Art, der sibirische Stör (Acipenser baerii), der russische Stör (Acipenser gueldenstaedtii) und der Beluga (Huso huso), die größte Störart. Durch Überfischung, Wilderei und Zerstörung von Lebensräumen sind in den letzten 20 Jahren die Wildbestände des Störs dramatisch gesunken. Alle 27 Störarten stehen seit 1998 unter dem Schutz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES – Convention on International Trade in Endangered Species).

Kaviar ist reich an leichtverdaulichem Eiweiss, durch das unser Körper jene essentiellen Aminosäuren erhält, die er nicht selbst produzieren kann. Kaviar kann aber auch mit anderen wertvollen Inhaltsstoffen punkten: er enthält Vitamin A, B, D und E sowie viele Mineralien.

Kaviar wird sogar eine aphrodisierende Wirkung sowie heilende Eigenschaften nachgesagt. Wissenschaftlich ist diese These natürlich nicht einwandfrei bewiesen.

EMPFEHLUNGEN FÜR DEN VOLLKOMMENEN KAVIARGENUSS

  • Nach dem Öffnen unbedingt kühl lagern, um Geschmack und Frische zu gewährleisten.
  • Verwenden Sie kein Silberbesteck. Es kann den edlen Geschmack des Kaviars verändern.
  • Die optimale Lagertemperatur liegt bei -2° bis maximal +2° Grad Celsius. Genießen Sie Ihren Kaviar am besten frisch nach dem Öffnen. Eine längere und nicht optimale Lagerung kann Geschmack und Konsistenz beeinträchtigen.
  • Champagner passt hervorragend zu Kaviar. Genauso stilecht ist Wodka. Sollte Ihnen beides nicht zusagen, liegen Sie auch mit einem leichten Weißwein immer richtig.

 

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